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Forschung und Entwicklung bei Bayer HealthCare

Innovationen sind der wesentliche Treiber für das zukünftige Wachstum unseres Unternehmens. Gerade in den Bereichen Gesundheit, Ernährung der wachsenden Weltbevölkerung und effizienter Nutzung von Ressourcen bestehen viele Herausforderungen, die sich nur durch innovative Lösungen bewältigen lassen.

In die Forschung und Entwicklung (F&E) der beiden Segmente Pharma und Consumer Health haben wir
im Jahr 2011 1.948 Mio € (Vorjahr: 2.066 Mio €) investiert. Dies entspricht 66,4 % der konzernweiten
Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen. Für HealthCare selbst lag die Forschungskostenquote bei
11,3 Prozent (Vorjahr: 12,2 Prozent) vom Umsatz. Im Bereich der Forschung und Entwicklung des Teilkonzerns
HealthCare waren zum Abschlussstichtag rund 7.700 Mitarbeiter beschäftigt.

Im Segment Pharma betrugen unsere Aufwendungen für Forschung und Entwicklung 1.556 Mio € (Vorjahr:
1.684 Mio €), dies entspricht einer Forschungskostenquote von 15,6 Prozent (Vorjahr: 16,9 Prozent). Der Rückgang
der Entwicklungskosten ist im Wesentlichen auf den erfolgreichen Abschluss der meisten PhaseIII-Studien für unseren Gerinnungshemmer Xarelto™ zurückzuführen.

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung unterstreichen unseren Fokus auf Wachstum durch Innovationen. Bei der Wirkstofffindung im Segment Pharma konzentrieren wir uns auf die Bereiche Kardiologie und Onkologie sowie auf gynäkologische Therapien und Hämatologie. Hinzu kommen entzündliche Vorgänge und Augenheilkunde.
Zudem stärken wir unsere etablierten Produkte durch Lebenszyklus-Management-Aktivitäten z. B. mit dem Fokus auf innovative Darreichungsformen im Bereich der Kontrazeption.

Die Forschungsaktivitäten und -kapazitäten sind an den drei Hauptstandorten Berlin und Wuppertal (Deutschland) sowie Berkeley (USA) gebündelt. An den Standorten Berlin und Wuppertal konzentrieren wir uns im Wesentlichen darauf, neue Wirkstoffe zu finden, zu optimieren und zu entwickeln. Außerdem werden hier Untersuchungen zum Arzneimittelstoffwechsel, zur Pharmakokinetik, Toxikologie und klinischen Pharmakologie unternommen. Berkeley ist ein wichtiges Forschungs- und Entwicklungszentrum mit Fokus auf Biologika für die Hämatologie, wie z.B. Kogenate™. Weitere Forschungszentren befinden sich unter anderem in Peking (China).

Im Segment Consumer Health haben wir unsere Aufwendungen für Forschung und Entwicklung auf 392 Mio € (Vorjahr: 382 Mio €) gesteigert, dies entspricht einer Forschungskostenquote von 5,4 Prozent (Vorjahr: 5,5 Prozent).
Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der Division Consumer Care konzentrieren sich in den Zentren für Produktentwicklung in Morristown (USA) und Gaillard (Frankreich) darauf, rezeptfreie Produkte zu entwickeln und auf den Markt zu bringen. Im Vordergrund steht dabei die Unterstützung sowohl bestehender als auch neuer Marken durch die Umsetzung produktbezogener und klinischer Entwicklungsstrategien. Diese bieten die Möglichkeit, neue Technologien zu nutzen, die Indikationen für bestehende Arzneimittel zu erweitern und die Neueinstufung von bislang verschreibungspflichtigen Medikamenten als rezeptfreie Produkte erfolgreich umzusetzen.

In der Division Medical Care forschen wir insbesondere auf den Gebieten der Blutzuckermessung sowie an der Weiterentwicklung medizinischer Geräte, die in der Diagnose und Therapie diverser Erkrankungen eingesetzt werden. In unseren vier US-amerikanischen Forschungs- und Entwicklungsstandorten im Bereich Diabetes Care, von denen der größte in Tarrytown liegt, arbeiten wir daran, unsere Produktlinien zu stärken und weitere attraktive Segmente des Diabetesmarkts für uns zu erschließen.

Zur Stärkung unserer Position unter den führenden Unternehmen im Bereich innovativer, hochwertiger diagnostischer Bildgebung und interventioneller Verfahren führten wir die Geschäftseinheiten „Diagnostic Imaging“, vorher Teil des Segments Pharma, und unser Medizingerätegeschäft in einer neuen Einheit „Radiology and Interventional“ zusammen. Im Bereich unseres Medizingerätegeschäfts fokussieren wir unsere Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten auf die kontinuierliche Verbesserung der Kontrastmittel-Injektionsgeräte sowie auf Systeme zur Entfernung von Thromben aus Blutgefäßen und für andere Gefäßeingriffe. Damit wollen wir unsere Führungsposition – insbesondere in den USA – weiter ausbauen. Darüber hinaus wollen wir z. B. medizinische Datenmanagementsysteme für Kontrastmittel-Injektoren sowie wirkstoffbeschichtete Ballonkatheter zur Behandlung von Gefäßerkrankungen entwickeln. Unsere entsprechenden Forschungs- und Entwicklungszentren befinden sich in der Nähe von Pittsburgh und in Minneapolis (USA) sowie in Sydney (Australien). Das Forschungszentrum der diagnostischen Bildgebung liegt in Berlin (Deutschland).

Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der Division Animal Health am Standort Monheim (Deutschland) konzentrieren sich auf die Bereiche Antibiotika und Anti-Parasitika sowie Wirkstoffe zur Behandlung nicht-infektiöser Krankheiten bei Tieren. Zum 1. März 2011 wurde die Forschung von Animal Health in den Bayer HealthCare-Bereich Global Drug Discovery integriert. Der Vorteil der neuen Organisation besteht in der gemeinsamen Nutzung der Technologie-Plattformen sowie der Zusammenfassung von Know-how und Erfahrung bei der Wirkstofffindung. Parallel setzen wir die Kooperation mit unseren CropScience-Bereichen, insbesondere der Parasitologie, fort und nutzen damit unseren Vorteil als Unternehmen mit verschiedenen Life-Science-Bereichen.

Foto: Labormitarbeiterin mit Schutzbrille
Informieren Sie sich hier über die Arbeit der einzelnen Divisionen.



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